Pfuusbus bot im Winter 2018 / 2019 über 4'800 Übernachtungen für obdachlosen Frauen und Männer - Wärme und Gemeinschaft

Pfuusbus Zürich Pfarrer Sieber Notschlafstelle 2019

Am 16.04.2019 ging die Pfuusbus-Saison 2018/19 zu Ende. In den letzten fünf Monaten zählten die Sozialwerke Pfarrer Sieber SWS in ihrer Notschlafstelle beim Albisgüetli 4'801 Übernachtungen von 230 verschiedenen obdachlosen Menschen. Das ist die zweithöchste Belegung seit der Gründung des Pfuusbus im Jahr 2002. Es war der erste Winter des Pfuusbus nach dem Tod des Gründers Pfarrer Ernst Sieber, der als guter Hirte zeitlebens besonders zu seinen verlorenen Schafen schaute, versuchte sie zu beschützen und ein Stück weit zur Herde zurückzubringen. 

Stadt Zürich hilft mit Notschlafstelle mit

Letztes Jahr 2017 / 2018 waren es mit 5'517 Übernachtungen etwas mehr Schutzsuchende. "Nachdem uns die hohen Belegungszahlen im Vorjahr kapazitäts- und ressourcenmässig an die Grenzen gebracht hatten, waren Massnahmen nötig, um den Betrieb des Pfuusbusses zu entlasten. Sie scheinen Wirkung zu zeigen. So konnten wir Stadtzürcher Obdachlose vermehrt an die städtische Notschlafstelle und Langzeitnutzer in feste Wohnangebote vermitteln", wie uns die SWS mitteilten.

Pfusbus als Gemeinschaft-Bildender Ort

Die Bedeutung des Pfuusbus als wichtige Noteinrichtung für Obdachlose liegt nicht allein in seiner niederschwelligen Zugänglichkeit, sondern vor allem in seiner gemeinschaftsbildenden Funktion. Obdachlose Frauen und Männer sind eher EinzelgängerInnen und leben oft von der Gesellschaft isoliert. Umso mehr schätzen sie daher diese Art von "Familie", welche Betreuer und andere Obdachlosen im Pfuusbus ganz im Sinne des verstorbenen Pfarrer Ernst Sieber bilden. Dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass die Atmosphäre im Bus so konfliktfrei ist wie in der jüngsten Saison. Umso höher ist die Leistung unserer Betreuerinnen und Betreuer einzustufen.

Sonntags den ganzen Tag geöffnet - Möglichkeit für längere Gespräche

Als gemeinschaftsfördernd erweisen sich besonders die Spiel- und Gestaltungs-Sonntage. Das Angebot ermöglichte es, dass die obdachlosen Frauen und Männer ihre Sorgen und Ängste für einige Stunden vergessen und Gemeinschaft erleben können. Die Spiel- und Gestaltungssonntage erlauben aber auch vertiefte Gespräche mit Betreuenden. So ermöglichen besonders das Gestalten mit Ton und das Malen wichtige Zugänge und längere Gespräche zu den obdachlosen Menschen.

Website und Spenden an das Sozialwerk Pfarrer Sieber: www.swsieber.ch

Website des Pfuusbus: www.pfuusbus.ch

Quelle: Sozialwerk Pfarrer Sieber SWS
Bild: © SWS

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